Baugeschichte und Ausstattung der Kirche
Auch das Kirchengebäude selbst wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Die in der Urkunde von Albrecht von Dürrmenz erwähnte Kapelle ist bald danach grundlegend erweitert worden, bis dahin war das Langhaus nicht breiter als der Turm (eine sogenannte Chorturmkirche).
Wahrscheinlich blieb bei dieser Umbaumaßnahme der alte gotische Turmstumpf stehen. Darauf verweisen auch neueste Überlegungen von Dr. Thimm, dem Leiter der Abteilung Denkmalschutz im Kulturamt der Stadt Pforzheim. Indiz dafür, dass der gotische Turmstumpf bereits zum Baubestand des frühen 15. Jahrhunderts gehört, ist das bereits erwähnte badische Wappen. Seit 1449 war Huchenfeld und mit dem Ort auch die Kirche an die Herren von Gemmingen verpfändet. Wenn der Turm zum Neubau von 1506 gehört hätte, wäre wohl kaum ein badisches Wappen in der Turmvierung angebracht worden.
Nach dem Umbau von 1506 wurde die Kirche dann zu "des lieben heiligen und bischofs sanct Ulrichs ere ... gewyhet". Laut den vorhandenen Urkunden hatte die ausgebesserte und erweiterte Kirche zu diesem Zeitpunkt drei kleinere Wandaltäre.
Nachdem Huchenfeld seit 1680 eigenständige Pfarrei mit Filialgemeinden in Weißenstein und Büchenbronn wurde, war auch dieser Erweiterungsbau zu klein. Nach Verhandlungen mit dem Markgrafen Karl Wilhelm wurde im Herbst 1731 mit dem Ausbau der Kirche begonnen. Das Kirchenschiff wurde um 15 Schuh ( ca 4,5 m ) verlängert und um 10 Schuh verbreitert. Außerdem wurde das Kirchenschiff aufgestockt, sodass auch eine Empore eingebaut werden konnte. Der Turm musste ebenfalls ausgebessert werden.
Aufgrund der Zunahme der Bevölkerung in Huchenfeld fehlten seit etwa Mitte des 18. Jahrhunderts weitere 150 Plätze in der Kirche. 1781 bestätigten die zuständigen Behörden, dass die ganze Kirche feucht sei und so wurde 1785 die Genehmigung zur neuerlichen Erweiterung der Kirche gegeben. Der Plan, den Innenraum des Langhauses durch eine Verlängerung von 39 x 28 Schuh zu verdoppeln, wurde offenbar im wesentlichen zwischen 1791 und 1794 ausgeführt. Wahrscheinlich blieben die östlichen Teile der Langhausmauern dabei stehen, auf die das barocke Halbwalmdach aufgesetzt wurde.
Durch diese Erweiterungsmaßnahme erschien dann der Turm als unproportional klein. Die Kirchenvisitation 1793 empfahl darum die Erhöhung des Turmes, damit man das Geläut besser hören könne.
Zustand des Turms vor 1933
Baugeschichte
Zunächst fehlte das Geld und 1805 beließ man es aus diesem Grund bei einer gründlichen Reparatur des Turmes auf der Wetterseite. So blieb der Turm niedrig, wie er seit alters her gewesen war. Wie auf den alten Zeichnungen und Photos vor 1933 zu sehen ist, trug er ein Walmdach. Seit 1825 wurde der auf den Unterbau aufgesetzte Fachwerkbau dann mit Holz verschalt.
Die letzte große Veränderung der Kirche wurde dann in den Jahren 1929 bis 1936 vollzogen. In den Jahren 1931-32 wurde die Kirche grundlegend renoviert. Die alte Glockenstube wurde abgetragen und 1933 ein mehrgeschossiger Turm mit massiver Glockenstube und hohem Helm auf die alten Steinmauern aufgesetzt. Die Pläne stammen vom Karlsruher Ministerialdirektor für Denkmalpflege Prof. Fritz Hirsch. Seither hat unsere Kirche ihre heute charakteristische Form.
1995-97 wurde die Kirche zuletzt renoviert.
Aufriss der Kirche und Konstruktionszeichnung
Pläne von Prof. Fritz Hirsch, Karlsruhe
Der neue Kirchturm
Richtfest 1933
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