Textversion
Wer sind wir? Aktuelles Gottesdienste Kirchenmusik Gemeindeleben Rückblicke Kontakt Kindergarten Krankenpflegeverein Archiv Häufig gefragt Impressum und Disclaimer Sitemap
Startseite Wer sind wir? Unser Ältestenkreis

Wer sind wir?


Huchenfeld Hohenwart Schellbronn Nagelkreuz Unser Ältestenkreis Die Region Südost Der Regionalrat Südost Unser weiteres Umfeld



Selbstverständnis

Kirche in Huchenfeld

Altarraum

Fromm - bunt - frei, so hieß eine der Selbstbeschreibungen unserer Landeskirche noch vor ein paar Jahren. Auf dieser Grundlage sind neue Leitsätze entwickelt worden. Wie aber sieht sich die einzelne Gemeinde, welches Selbstverständnis haben wir als Gemeinde der Evangelischen Landeskirche in Huchenfeld?
Nun kann ich beileibe nicht für alle Evangelischen in Huchenfeld, Hohenwart und Schellbronn sprechen, aber ich will versuchen aufzuschreiben, was der Kirchengemeinderat auf einer seiner Sitzungen dazu angedacht hat.

Offenheit

Unsere Kirchengemeinde soll offen sein für alle

Bei Jesus saßen Pharisäer und Zöllner an einem Tisch. Kirchengemeinde ist also kein Reservat für Fromme. Kirchengemeinde steht in der Welt und ist bei aller Bezogenheit auf Gott Teil dieser Welt.
Auch Christen sind mit ihren Fragen nach dem Sinn, nach Gerechtigkeit, nach Geborgenheit längst nicht am Ende. Diese grundsätzlichen Lebensfragen werden erst ganz am Schluss beantwortet. Darum ist uns jeder Mensch mit seinen Fragen nach dem Sinn, mit seinen Zweifeln, mit seinen Ängsten willkommen.
Wir wollen, dass sich in unserer Gemeinde alle ernstgenommen fühlen und wohlfühlen können, auch die, die mehr Fragen als Antworten haben. Christen haben anderen Menschen bestenfalls voraus, dass sie wissen, auf welchem Weg sie sind. Sie können wohl andere in diese Richtung weisen und neue Perspektiven eröffnen. Sind dann aber gemeinsam mit ihnen auf Suche nach Antworten.
Offenheit ist möglich, wo Menschen einander begegnen, die wissen, dass sie selbst dem Bild vom Menschen, wie es uns in Jesus Christus begegnet, nur sehr bedingt entsprechen. Das bedeutet die Einsicht, dass ich selbst Vergebung brauche (durch Christus, durch andere) wie die anderen auch. Gegenseitige Annahme und damit Gemeinschaft von unterschiedlichen Menschen, die sich in der Gemeinde begegnen, wird auf dieser Basis möglich.

Die Gaben Gottes

Unsere Gemeinde lebt aus der Vielfalt der Begabungen

Die Vielfalt unterschiedlicher Menschen ist unser ‚Kapital' in der Gemeinde. Wo diese Vielfalt nicht beachtet wird, da entstehen schnell Einseitigkeiten: Da werden bestimmte Glaubensformen bevorzugt, andere fallen unter den Tisch; da wird das Gemeindeleben auf bestimmte Altersstufen zugeschnitten, andere sind nicht repräsentiert; usw.
Christlicher Glaube hat ein unaufgebbares Fundament: Jesus Christus. Doch was wir auf diesem Fundament aufbauen, ist sehr unterschiedlich, und es wird sich erst am Ende erweisen, ob es Stroh oder Gold war (I Kor 3,12).
Nun ist unsere Gemeinde keine Mustergemeinde, die solch einem Ideal der Vielfalt schon völlig entspräche. Wir sind auf die Mitarbeit von Menschen angewiesen, denen das Gemeindeleben wichtig ist. Der Pfarrer ist bei uns nicht Alleinunterhalter, der das alles von sich aus leisten und abdecken könnte, sondern unsere Gemeinde lebt aus dem Geist Gottes, der uns zur Gemeinschaft zusammenschließt, der den Begabungen der vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern Raum gibt und Verantwortung zutraut.

Einladende Gemeinde

Abraham hat die Engel zu Gast

Unsere Gemeinde will einladende Gemeinde sein

Eine Gemeinde, die weiß, dass sie von der Vielfalt lebt und ihr Raum geben will, die sich durch die Perspektiven anderer bereichern lassen will, die heißt alle willkommen, die sich in ihrem Raum versammeln, um gemeinsam mit ihr auf das Wort Gottes zu hören und Perspektiven für den Alltag zu entwickeln.
So gibt es in unserer Gemeinde viele Gruppen und Kreise, die den verschiedenen Altersstufen gemäß Angebote machen, die sowohl das Bedürfnis nach sozialen Kontakten untereinander abdecken, als auch dem Gespräch über am Glauben orientierte Antworten auf Herausforderungen unserer Zeit und Gesellschaft dienen.
Wie in vielen Gemeinden gibt es jedoch auch bei uns Lücken, v.a. was die Altersstufe der jungen Erwachsenen und jungen Familien angeht. In diesem Bereich wollen wir in den bevorstehenden Monaten unsere Aktivitäten verstärken. Familienfreizeiten, Elterngesprächskreise, Singletreffs sind einige der Modelle, die angedacht werden. Für solche Aktivitäten suchen wir Menschen, die bereit sind punktuell oder auch längerfristig mitzuarbeiten.Dies gilt auch für den Bereich des Gottesdienstes, den wir freier und in offeneren Formen gestalten wollen, ohne dass die Belange der älteren Gemeindeglieder dabei außer Acht gelassen werden. Moderne musikalische Begleitung, Anspiele und Organisation von Möglichkeiten zum Zusammenbleiben nach dem Gottesdienst sind jedoch abhängig von einer Vielzahl von Menschen, die sich beteiligen.

Ökumene

Unsere Gemeinde versteht sich als Teil der weltweiten Gemeinde Jesu Christi.

Vielfalt bedeutet Bereicherung, das gilt auch für den Glauben. Wir sehen alle in eine Richtung, wir gehen alle in eine Richtung, auf Christus, auf das Reich Gottes zu. Aber wir sind auf unterschiedlichen Wegen unterwegs. Unsere unterschiedlichen Blickwinkel ergänzen sich.
Darum sind wir gerne Teil der weltweiten Ökumene. Wir hören auf die Stimmen unserer Schwestern und Brüder aus den anderen Konfessionen, aus den verschiedenen Erdteilen der einen Welt. Wir sind miteinander und mit Gott im Gespräch, wie wir unsere Beziehungen so gestalten können, dass sie Gottes Liebe zu uns entsprechen. Wir stehen ein füreinander als Glieder der großen Familie Gottes, zu der wir alle durch die Taufe gehören.
Deshalb ist für uns der Rassismus Sünde, wie er sich in Rassentrennung wie einst in Südafrika auch weiter in vielen Ländern zeigt und wie er bei uns in Deutschland und anderen europäischen Ländern im erstarkenden Rechtsextremismus deutlich wird. Jesus Christus hat die künstlichen Mauern und Abgrenzungen, die wir Menschen untereinander aufrichten, durchbrochen, um uns füreinander zu öffnen. "Er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft." (Eph 2,14)
Was in der christlichen Gemeinde gilt, ist auch wegweisend für den Umgang von Menschen untereinander in unserer Gesellschaft.

Orientierung

Moses empfängt die 10 Gebote

Unsere Gemeinde will Orientierung geben

Das Wort Gottes, wie es uns in lebendiger Gestalt in Jesus Christus entgegentritt, ist und bleibt die Richtschnur, an der sich christliches Gemeindeleben orientiert.
In der Bibel finden wir Halt und Trost in persönlichen Nöten und Orientierung zur Gestaltung unserer Beziehungen zu anderen Menschen. Die Bibel gibt uns Entscheidungskriterien für unsere Mitgestaltung dieser Welt:

Wir sehen den Reichtum und die Armut auf dieser Welt und arbeiten mit an der Überwindung der sozialen Spaltungen. Wir begleiten dabei auch weltliche Organisationen, die am Aufbau gerechter Strukturen arbeiten, durch unser Gebet, durch unsere Stimme und durch unser gesellschaftliches Engagement.

Diese Welt ist von Gott gut geschaffen und soll dem menschlichen Leben dienen. So respektieren wir die Geschöpfe neben uns als unsere Mitgeschöpfe und setzen uns für die Bewahrung der Grundlagen des Lebens auf dieser Welt ein.

Den Gegner als Menschen wie mich selbst gleichzuachten und seine Sorgen und Ängsten und Interessen ernstzunehmen wie meine eigenen ist sicher eines der am schwersten umsetzbaren Ziele, die uns Jesus Christus vorgibt. Aber solche Feindesliebe ist die Wurzel des Friedens. Dies gilt es immer wieder zu verdeutlichen - in einer Welt des zunehmenden Konkurrenzkampfes im Berufsalltag und in den zunehmenden kriegerischen Auseinandersetzungen um die Rohstoffressourcen unserer Erde.

Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung – so lauten die Ziele der im konziliaren Prozess verbundenen christlichen Gemeinden und Kirchen im Ökumenischen Rat der Kirchen.


Verbum Dei manet in aeternum
(Gottes Wort bleibt in Ewigkeit)


Jörg Geißler, Pfarrer



Ganz nach oben.

Druckbare Version

Der Ältestenkreis unserer Gemeinde