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YouVent 2010

Das Motto des YouVent


Am letzten Septemberwochenende fuhren wir mit Konfirmandinnen und Konfirmanden aus unserer Gemeinde nach Hockenheim zum Landesjugendtreffen YouVent. Er stand unter dem Motto: Jetzt ist die Zeit! Hinschauen und was tun!

Unser Pforzheimer Jugendwerk (Evangelische Jugend Pforzheim) hatte die Organisation der Fahrt übernommen, Dank an dieser Stelle an Gemeindediakonin Claudia Becker.
Ebensolchen Dank an die Helfer/innen aus unserer Gemeinde, Katrin und Ulrike Nonnenmann, Cassia Weidlich und Tobias Lindner, die unsere Konfirmanden und Konfirmandinnen begleiteten.
Insgesamt waren aus den Gemeinden Huchenfeld, Sonnenhof, Würm, Büchenbronn und Dillweißenstein fast 100 Konfirmandinnen und Konfirmanden in Hockenheim mit dabei. Dazu kamen weitere 30 aus der Matthäusgemeinde, die separat anreisten. Damit war der Kirchenbezirk Pforzheim-Stadt am zahlenmäßig stärksten in Hockenheim vertreten.

Freitag, 24. September

Evangelische Stadtkirche Hockenheim

Am Freitag waren wir als eine der ersten Gruppen in Hockenheim und konnten in aller Ruhe unser Quartier in der Theodor-Heuss-Realschule beziehen. Zu Fuß waren es etwa 12 Minuten bis zum Marktplatz, wo die Eröffnung stattfand und es Abendessen gab, während eine Band namens Adnant das Bühnenprogramm eröffnete. Danach gab es Jonglage mit Mr Joy, der wie sein Name besagt, durch seine Tricks und Clownereien die Stimmung aufheiterte, aber auch einige seiner Tricks tiefgründig als Symbole für die Beziehung zwischen uns Menschen und Gott auslegte.

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In der katholischen St. Georgs-Kirche


Der Eröffnungsgottesdienst wurde aufgrund des schlechten Wetters (nasskalt und windig) in die katholische Kirche St Georg verlegt. Leider waren - evtl. dadurch bedingt - die der Größe des Raums entsprechenden Tonsysteme nicht mehr rechtzeitig ausprobiert worden. Entsprechend war der Sound eine einzige Katastrophe und viele Teile des sicher viel Vorbereitung kostenden Gottesdienstes konnten v.a. im hinteren Teil der Kirche, wo wir aus Pforzheim saßen, nicht verstanden werden. Das war schade!
Dafür bot dann das Nachtprogramm einiges für die Interessierten. Für die Sportbegeisterten gab es ein Volleyball-Turnier mit anschließendem Nachtgebet, im ADAC-Sicherheitszentrum auf dem Hockenheimring ein Seifenkistenrennen und einen Bobby-Car-Wettbewerb. Um einiges ruhiger ging es zu in einem Raum der Stille, der dem Schöpfungselement Wasser gewidmet war oder bei der Nacht der Lichter mit Gesängen aus Taizé. Kino war eine Alternative mit einem Film aus Bayern, untertitelt in Hochdeutsch - "Wer früher lebt, ist länger tot", für viele ein Film v.a. zum Vergnügen, aber auch mit einem Subtext zum Thema Aberglauben. Wer noch einmal einen Gottesdienst der verständlichen Art feiern wollte, hatte zwei Alternativen - entweder die Praise-Night "Jesus to go" mit einer Reise durch die christliche Rockmusik und Lobpreisgesang oder das Politische Nachtgebet zum Thema Armut.

Samstag, 25. September

Georg Hof und Daniel Jantz mit Konfis

Früh am nächsten morgen ging es dann zum Frühstück unter der Stadthalle. Gemeinsam begannen wir den Tag mit einer Andacht. Danach hatten sich die Konfirmanden in Kleingruppen zusammengetan, um an 14 verschiedenen Orten in der Stadt verschiedene Workshops zu besuchen, die jeweils knapp zweieinhalb Stunden dauerten. So gab es Gelegenheit, am Nachmittag noch einen zweiten zu besuchen.
Die Auswahl reichte von Frauenpower über Tanzworkshops, der Frage, was einen Mann zum Mann macht, indianischem Ballspiel, spirituellen Themen wie den Perlen des Glaubens, Puppentheater zum Mitmachen bis hin zu geschichtlichen Themen wie die Deportation der badischen Juden nach Gurs - und das alles allein in der Pestalozzi-Grundschule am Marktplatz.
Anderswo ging es um Integration, gab es die Möglichkeit zu einen Besuch in einem Tonstudio oder auf dem Hockenheimring, gab es einen Graffiti-Workshop oder Jam-Sessions. Die Casa Pace (das katholische Gemeindezentrum der St. Georgs-Gemeinde) war, wie der Name schon sagt, Zentrum für friedenspolitische Themen, wie der Missbrauch von Kindern als Kindersoldaten (Aktion Rote Hand - siehe unter www.aktion-rote-hand.de/ oder www.redhandday.org/index.php?l=de&view=home, einen Infofilm findest Du auch unten auf dieser Seite) der Umgang mit Gewalt, Freiwilligendienste für junge Leute wurden vorgestellt und der Weg zur Konsensfindung in gesellschaftlichen Prozessen. Außerdem gab es ein Konfi-spezial im und um den Hockenheimer Wassserturm, mit der Baustelle Reich Gottes.
Doch manche Konfirmanden waren von soviel Auswahlmöglichkeit und Freiheit auch sichtlich überfordert.

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Auf dem Marktplatz gab es einen "Markt der Möglichkeiten", auf dem verschiedene kirchliche Organisationen ihre (Jugend)Arbeit vorstellten, und allerhand Möglichkeiten, sich kreativ oder sportlich zu betätigen (vgl. dazu die Photos), einfach nur abzuhängen oder Kraft aus der Stille zu tanken. Und gleich neben der Markthalle war die Kulturbühne aufgebaut, auf der zahlreiche Bands, die in den vergangenen Jahren am JuKuPop teilgenommen hatten, eigene oder fremde Songs darboten.

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Abendessen unter der Stadthalle


Nach dem Abendessen ging es dann entsprechend weiter mit einem Musikprogramm in der Stadthalle. Zu Beginn spielte die Band "One Footed Heart" aus Schriesheim, die den diesjährigen Band-Contest "Rock my Soul" gewonnen hatten. Danach mischte die "Zap-Gang" eine Mischung aus Rocksongs der letzten 20 Jahre an, die selbst die Konfirmanden nicht kaltließ, und besonders bei Songs von Linkin'Park oder Nirvana mitriss. Im Anschluss konnte, wer wollte, sich noch in der Disco zur House- und Techno-Mischung von Jonas Layer aus Plankstadt auf der Tanzfläche austoben.
Unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden war jedoch die Nacht davor und der anstrengende Tag so anzuspüren, dass die meisten schon bei "One Footed Heart" die Stadthalle Richtung Theodor-Heuss-Realschule verlassen hatten. Gerne hätte ich noch das Nachtgebet mit Abendmahl und der Band "One Footed Heart" in der Stadtkirche besucht, doch auch mein Schlafsack hat deutlich vernehmbar nach mir gerufen.

Sonntag, 26.September

Der Sonntag brach früh und unerbittlich an. Gleich nach dem Aufwachen und der Morgentoilette hieß es, das Gepäck zusammenzupacken. Nach dem Frühstück im Untergeschoss der Stadthalle wieder zurück, um den Bus des Jugendwerks mit unserem Gepäck zu beladen und danach zurück zur Stadthalle. Dort fand um 10 Uhr der Abschlussgottesdienst statt, unter dem Motto "Hinschauen und was tun". Im zentrum standen die eigenen Möglichkeiten, die jeder hat, die Welt an seiner Stelle zu verändern und nicht nur hinzunehmen, wie sie ist. Dabei kamen auch Jugendliche zur Sprache, die in verschiedenen Freiwilligendiensten im In- und Ausland im Einsatz waren. Der Landesjugendpfarrer Dr Thomas Schalla brachte es in seiner Predigt auf die folgende Zusammenfassung:
Wann ist die Zeit ? Jetzt !
Wer kann was tun ? Ich !
Wer hilft mir dabei ? Gott !

Kongenial musikalisch begleitet wurde dieser Gottesdienst von einer Brass-Section der Badischen Posaunenchöre, die selbst die alten Choräle aus dem Gesangbuch zum jazzigen Swingen brachte, sowie einer Band von Musikern aus Heidelberg und Stuttgart namnes gracetown, die ich nur wärmstens empfehlen kann.

Nach einem Imbiss auf dem Marktplatz verzogen wir uns schnellstens auf den Bahnhof, in der Hoffnung, so den ersten möglichen Zug nach Hause zu bekommen, was uns auch gelang.

Jörg Geißler


Übrigens: Weitere Photos vom YouVent findet Ihr unter www.youvent.info/ (Reiter "Bilder") und einen Bericht aus der Schwetzinger Zeitung ebenda unter dem Reiter "Presse".

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Der folgende Film benötigt den Real-Flash-Player. Hier gibt es einen kostenlosen Download: http://de.real.com/realplayer.

Red Hand Day

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